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doppelausstellung
kumiko kurachi aus japan mit einer großen rauminstallation
kuno gonschior mit wichtigen werken der letzten 20 jahre
galerie hoffmann, görbelheimer mühle, in 61169 friedberg/hessen
eröffnung am samstag, dem 25.8. 2007 von 14 – 20 uhr und
am sonntag, dem 26.8.2007 von 14 – 20 uhr jeweils zusammen mit beiden künstlern
ausstellungsdauer vom 25.8.2007 – 2.11.2007
kumiko kurachi wurde vom japanischen kultusministerium zu forschungszwecken ins ausland entsandt.
von 2000 – 2002 studierte und arbeitete sie in düsseldorf bei professor chstian megert, gerhard merz und
david rabinowitsch, sie setzt ihre arbeit in einem atelier der stadt düsseldorf, direkt am rhein, fort.
ihre installation in der görbelheimermühle baut mit der aesthetik der einfachheit, des direkten eingreifens in vorhandenes, sie bezieht sich auf die architektur und auf die bausteine einer galerie.
das licht der fensterreihe, das stützen der holzsäulen, das papier als grundlage der verständigung, die rahmen, die wir brauchten, um diese bearbeiteten papiere, z.b. zeichnungen, oder drucke zu zeigen, die funktion einer der bildreihe, das werden ihre themen.
die energie der wasserkraft, das geräusch des wehres, die turbinen, das alles ist ihr fremd, sie läßt es aus.
fensterreihen verdunkelt sie durch schwarze elemente. sie halbiert diese,vom architekten vorherbestimmten flächen, schafft andere rhythmen des lichts und der schatten. die stützfunktion der holzsäulen übernimmt sie in einer reihe von holzsockeln, (vielleicht parodiert sie es auch), sie sind alle verschieden hoch, darauf papier-arbeiten (lassen sie sich überraschen) und nun die funktion des rahmens, wunderbar demonstriert. keinerlei ergänzung, kein goldrahmen, kein holzrahmen, kein stahlrahmen, keine klammern, wie im ralo-rahmen,
nur das reine plexiglas. hier ergänzt sie die verschiedene höhe der sockelreihe, gegenläufig, von schmal zu dick und schafft somit skulpturen... ähnlich elementar verfährt sie mit der bildreihe, vom nichts als fläche zum vollen, absoluten, wiederum mit graustufen als vermittlern.
in einem solchen raum ist alles konzentriert. das wort firlefanz ist hier fremd.
sie konnte sich kuno gonschior als partner der ausstellung wählen, kuno gonschior stimmte dem zu.
mit kuno gonschior das volle gegenteil zu dieser einfachheit. er zeigt im hellen, oberen bereich der görbelheimermühle große bilder und papierarbeiten aus den letzten 20 jahren.
die reinen leinwände oder die schweren büttenpapiere verwandelt er mit vielen lagen von elementen, meist sind es punktartige farbige spuren. rhythmus zu rhythmus, lage zu lage, vibrationen und schauer, verdichtungen und losere felder. (die bildtitel beschreiben jeweils titel und jahr, die bildnummer, wann er diese werkgruppe begann.
seit dem ende der 50er jahre und dann ganz intensiv seit dem beginn der 60er jahre arbeitet er mit diesen verdichtungen von punkten in vielen farblagen und farbmischungen. - auf leinwänden, aber auch direkt auf riesigen wänden, z.b. dem mutigen museum (mit) in bochum oder auf böden in der lützowstrasse in berlin, oder dem farb-tropf-raum in marl. unter der decke hingen die gefäße mit gelber farbe, unten die schüsseln zum auffangen der tropfen, dazwischen die farbregen, verschieden dick, verschieden groß, verschiedenförmig,
gelb im schwarzen raum. es roch, es klang. (der museumsdirektor wurde trotz all der ........! nicht entlassen!)
vergleichbar vielleicht jesus rafael sotos vibrierendem irrgarten aus abgehängten farbigen fäden oder stäben.
es sind viele kataloge zu seinen arbeiten erschienen, viele texte, dicke bücher. es war schwer eine auswahl aus seinen vielen ausstellungen zu treffen für das verzeichnis dieser einladung, ich wiederhole nur noch einmal
1963 schrift und bild,amsterdam, 1968 public eye,hamburg und 1977 documenta 6, kassel.
ihre adelheid hoffmann
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